Selbsthilfe e. V.

Maren

Nach meinem Studium der Pflege und der sozialen Arbeit arbeitete ich in ganz unterschiedlichen Bereichen. So initiierte ich in meinem letzten Job eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Demenz. Diesen Menschen wird häufig nicht zugetraut, dass sie miteinander reden können. Das Gegenteil war der Fall: Die Betroffenen konnten sich darüber austauschen, wie es ist, mit dieser Diagnose zu leben. Das hat mich sehr berührt. Und bei dieser Gruppe haben wir mit der Frankfurter Selbsthilfe-Kontaktstelle kooperiert. Als ich mich auf die Stelle der Leiterin des Selbsthilfe e.V. bewarb, kannte ich die Organisation also bereits und wusste: Egal ob Menschen mit Depressionen, chronischen Krankheiten oder Abhängigkeiten, der gemeinsame Austausch kann sehr viel bewirken. Meine Aufgabe ist niemals langweilig und die Arbeit sehr abwechslungsreich. Bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle finden wirklich alle Unterstützung, die eine Selbsthilfegruppe suchen. Wir gehen mit viel Offenheit auch an schwierige Themen heran und merken, dass die Teilnehmer*innen niemanden brauchen, der ihnen erklärt, wie das Leben funktioniert. Sie brauchen Menschen, die sie aus eigener Erfahrung verstehen.

Alessa

Vor drei Jahren, als ich mit dem Psychologie-Studium anfing, suchte ich einen Job und bewarb mich auf eine Anzeige beim Selbsthilfe e.V. Es war anfangs ein typischer Studierendenjob, wurde aber schnell sehr viel mehr für mich. Ich war erst 18, doch meine Arbeit, meine Ideen und mein Engagement wurden von Beginn an geschätzt. Ich bin Ansprechpartnerin für die Selbsthilfegruppen, die sich abends in den Räumen des Selbsthilfe e.V. treffen. Ich hatte wirklich Glück, Teil eines so tollen Teams zu sein und gleichzeitig mein Studium mit wertvoller Praxiserfahrung zu verbinden. Hier wachse ich kontinuierlich an meinen Aufgaben. Pure Theorie kann einem das nicht beibringen! Und aus dieser Tätigkeit heraus weiß ich, dass die Selbsthilfe-Gespräche nicht immer so verlaufen, wie sich das viele aus der Distanz vorstellen. Sie sind für viele weniger belastend als vielmehr befreiend. Die Stimmung ist meist positiv und auch Humor spielt eine wichtige Rolle. Trotzdem sind alle immer voll bei der Sache. Mit so engagierten Menschen zusammenzuarbeiten ist einfach schön!

Fero

Ich habe genau das gesucht: eine Möglichkeit, mit anderen über meine Probleme zu sprechen. Von der Psychosozialen Beratung Frankfurt wurde ich auf den Selbsthilfe e.V. aufmerksam gemacht. Dort, in der Jungen Selbsthilfe, habe ich eine aufgeschlossene Gruppe von Gleichgesinnten gefunden, mit der ich mich gemeinsam und gegenseitig motivieren kann, an meinen Problemen weiter zu arbeiten. Menschen, die mich verstehen und die mich unterstützen, egal in welcher Lebenssituation ich mich gerade befinde. Ich fühlte mich sofort willkommen – genauso wie alle anderen. In den Gruppen herrscht eine gute Stimmung, das, was man hier erfährt und mitnimmt, ist wirklich cool. Ich wünschte, ich hätte die Selbsthilfe schon früher gekannt. Deswegen ist es für mich auch einfach, Leute auf unsere Angebote hinzuweisen und dazu beizutragen, dass negative Assoziationen rund um das Thema „Selbsthilfe“ beseitigt werden. Ich arbeite schon seit einem Jahr als ehrenamtlicher Helfer mit dem Team und der Gruppe zusammen. Es ist toll, dass ich mich für ein Herzensthema engagieren kann und dabei noch jede Menge Spaß habe – besser geht’s nicht!