SPIELEABEND

1337 - DIE ERSTE GAMINGBAR IN FRANKFURT

„Als Erstes fragt man sich, welchen Namen so eine Bar braucht – und da kam mir 1337 ganz schnell in den Sinn.“ Die Zahl 1337 begleitet Marvin Seifert nämlich schon, solange er zockt, und kommt aus dem Leetspeak, einem Gamer-Jargon, bei dem Buchstaben durch Ziffern und Zeichen ersetzt werden. Die (selbsternannte) Elite des Gamings hebt sich mit dem Netzslang in Chats von Casual Gamern ab. Und als erste E-Sportsbar in Frankfurt ist das 1337 natürlich
Elite, will dabei aber nie elitär sein.

Heutzutage sind E-Sportsbars in aller Welt bekannt. „Viele Leute haben auf diese Bar gewartet. Denn Frankfurt braucht sie“, sagt Marvin. Und so verfasste er als Bachelorarbeit einen Businessplan für das 1337. Um den Start zu finanzieren, wandte er sich mit einem Crowdfunding-Projekt an die Gamer Frankfurts. „Die Gaming Community ist ziemlich krass unterwegs“, meint Marvin dazu. Denn dankdieser Community kamen nach über einem Jahr 36.000 Euro an Spenden zusammen.

Die Bar ist seit ihrer Eröffnung gut besucht. Das liegt nicht nur an den fünf Hightech-PCs und den zwei großen Bildschirmen
fürs kollektive Twitchschauen. Auch Pub Quizzes, wöchentliche Brettspiel-Abende in Zusammenarbeit mit dem Spielkultur Frankfurt e.V. und Retrogame-Abende, bei denen an allerlei bekannten Konsolen und Sammlerstücken auf Röhrenfernseher gespielt werden darf, sorgen für ein diverses Publikum.

Der Gründer sieht das 1337 deshalb auch nicht als reine Zockerbar, sondern als einen Ort zum Wohlfühlen und Spaßhaben. Spielen ist bei der geselligen Atmosphäre ein nettes Add-on. Nebenbei sorgen feine Cocktails, Limos und Bier sowie gutes Essen für genug Energie zum Weiterspielen oder Abhängen.

Mittlerweile bietet Marvin sogar ein Bootcamp für E-Sports-Wettbewerbsvorbereitungen oder fürs Teambuilding an. Mit einer riesigen LAN-Party liebäugelt der sympathische Besitzer auch, doch bisher fehlt der geeignete Platz. Hört ihr in Zukunft von euren Freunden noch einmal die Ausrede: „Ich
wollte heute Abend nicht ausgehen, sondern lieber zocken“, könnt ihr entgegen: „Lasst uns beides tun!“